Nachrichten und Termine für Handwerker und Gewerbetreibende aus Medizin und Ernährung - News aus den evangelischen und katholischen Landeskirchen, aus dem Vatikan und Gemeinden und Klöstern.

Dienstag, 23. Dezember 2025

„In aller Friedlosigkeit der Welt den Frieden suchen und der Ohnmacht die Macht nehmen“

 




Weihnachtsbotschaft der EKD-Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs


22. Dezember - Weihnachten ist für Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), eine große Friedensgeschichte. „Der Frieden kommt in Gestalt eines kleinen, schutzbedürftigen Kindes in unsere Welt - und eben nicht als Herrscher, Machthaber oder General“, so die Bischöfin. „Gott liebt die Welt und ihre Menschen so sehr, dass er in einem verwundbaren und verletzlichen Wesen mitten in unser Leben kommt. Geboren als kleines Kind, als kleiner Friedensbringer, damit die verwundete Welt in ihrer Traurigkeit und Kriegsnot bitte nicht allein bleibt - sondern Trost und Liebe die Menschen erreicht.“

Der Weg durch die Dunkelheiten der Welt bekäme durch die Weihnachtsgeschichte nicht nur buchstäblich Hand und Fuß, sondern auch eine Perspektive, ermutigt Bischöfin Fehrs: „Dennoch die Schönheit des Lebens feiern, dankbar, aufmerksam. Dennoch in aller Friedlosigkeit der Welt den Frieden suchen, gottestrotzig, hoffnungsstark.“ Dabei könnten wir inmitten all der Kleinigkeiten des Alltags friedenstüchtig werden, „indem wir freundlich miteinander umgehen, uns zuhören, gegenseitig unterstützen, zusammen etwas bewegen zum Wohle aller. In der Familie. In der Nachbarschaft. Am Arbeitsplatz.“ Weihnachten werde dort Wirklichkeit, wo „wir nicht nur uns selbst sehen, sondern auch unsere Mitmenschen und deren Sehnsucht nach Frieden.“

Im Wissen, dass an so vielen Orten der Welt Menschen unter der Abwesenheit von Frieden leiden, gesteht die Ratsvorsitzende ein: „Ehrlicherweise ist unser konkreter Einfluss auf die großen Konflikte und Kriege dieser Welt überschaubar, das Gefühl der Ohnmacht ist schwer zu ertragen.“ Um direkt den entscheidenden Gegenimpuls stark zu machen: „Inmitten von Terror, Angst und Bedrohung kommt aber nun Gottes Menschenliebe und Freundlichkeit zur Welt. Und der Ohnmacht wird die Macht genommen. Alle Logiken der Welt durchkreuzend. Das große, hoffnungstrotzige Dennoch gegen den Hass in der Welt. Auf dass wir den Frieden auf Erden nicht nur ersehnen, sondern fest an ihn glauben.“

Die Weihnachtsbotschaft von Bischöfin Kirsten Fehrs im Wortlaut:

Die Weihnachtsgeschichte ist und bleibt für mich eine Friedensgeschichte. Sie erzählt davon, dass der Frieden in Gestalt eines kleinen, schutzbedürftigen Kindes in unsere Welt kommt - und eben nicht als Herrscher, Machthaber oder General. Gott liebt die Welt und ihre Menschen so sehr, dass er in einem verwundbaren und verletzlichen Wesen mitten in unser Leben kommt. Geboren als kleines Kind, als kleiner Friedensbringer, damit die verwundete Welt in ihrer Traurigkeit und Kriegsnot bitte nicht allein bleibt - sondern Trost und Liebe die Menschen erreicht. So dass sie wieder Mut fassen. Froh werden. Und friedfertig. Ja, friedenstüchtig!

Nicht, dass damit die Welt auf einen Schlag eine andere wäre. Aber der Weg durch ihre Dunkelheiten bekommt Hand und Fuß – und eine Perspektive: Dennoch die Schönheit des Lebens feiern, dankbar, aufmerksam. Dennoch in aller Friedlosigkeit der Welt den Frieden suchen, gottestrotzig, hoffnungsstark. Jeder, wie er kann, jede, soweit es ihr möglich ist. Dennoch Weihnachtsfreude zulassen. Diese Freude ist nämlich nicht nur etwas wunderbar Leichtes. Sie trägt auch einen Widerstand in sich, sich von den vielen Schrecknissen der Welt nicht unterkriegen zu lassen.

Für uns Christinnen und Christen liegt in der Weihnachtsgeschichte der Auftrag, dem Frieden zu dienen. Mit aller Kraft, die wir haben. Und sie zeigt uns, dass Frieden im Kleinen beginnt. Inmitten all der Kleinigkeiten unseres Alltags können wir friedenstüchtig werden, indem wir freundlich miteinander umgehen, uns zuhören, gegenseitig unterstützen, zusammen etwas bewegen zum Wohle aller. In der Familie. In der Nachbarschaft. Am Arbeitsplatz. Weihnachten wird, wenn wir nicht nur uns selbst sehen, sondern auch unsere Mitmenschen und deren Sehnsucht nach Frieden.

Das ist die große Weihnachtshoffnung. Dass uns das kleine Kind in der Krippe die Augen öffnet für all das, was eben auch möglich ist in dieser Welt. Was menschenfreundlich ist und friedlich. Was das Herz erreicht und selig macht. Ehrlicherweise ist unser konkreter Einfluss auf die großen Konflikte und Kriege dieser Welt überschaubar, das Gefühl der Ohnmacht ist schwer zu ertragen. Inmitten von Terror, Angst und Bedrohung kommt aber nun Gottes Menschenliebe und Freundlichkeit zur Welt. Und der Ohnmacht wird die Macht genommen. Alle Logiken der Welt durchkreuzend. Das große, hoffnungstrotzige Dennoch gegen den Hass in der Welt. Auf dass wir den Frieden auf Erden nicht nur ersehnen, sondern fest an ihn glauben. So wie es uns verheißen wurde.

Mit ein wenig mehr Wir-Gefühl und dem Vertrauen auf Gottes Frieden kann es Weihnachten werden. Von Herzen wünsche ich Ihnen ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

Gottesdienste der Bischöfin an Weihnachten
24.12.2025 // 23:00 Uhr
Christmette im Hamburger Michel
Ort: Hauptkirche St. Michaelis, Englische Planke 1, Hamburg
25.12.2025 // 10:00 Uhr
Festgottesdienst im Dom zu Lübeck
Ort: Dom, Mühlendamm 2-6, Lübeck







Herausgegeben von der Pressestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Herrenhäuser Str. 12
30419 Hannover

www.ekd.de









Weihnachtsbotschaft aus Betlehem



Es ist seine erste Weihnachtsbotschaft im Amt des Kustos des Heiligen Landes: Der Franziskaner Francesco Ielpo schickt Grüße aus Betlehem, dem Geburtsort Jesu Christi.


In seiner Botschaft, die im Internet veröffentlicht wurde, lädt der Italiener dazu ein, voller Hoffnung auf das Heilige Land zu blicken und um Frieden zu bitten. Ausgangspunkt für Francesco Ielpo sind die berühmten Worte aus dem Kindheitsevangelium bei Lukas: „(Maria) gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe“ (Lk 2,7).

„Jesus wird an einem zufälligen, einem einfachen und unangemessenen Ort geboren: Das frappierende Bild von Weihnachten ist das Kleinsein. Ein Stall wird zur Heimstatt des Unendlichen; die heiligste Liturgie wird auf Stroh gefeiert, während es nach dem Vieh riecht; eine Mutter streichelt, ein Kind weint. Jesus hat keine Angst davor, von neuem hinabzusteigen an den tiefsten Punkt unseres Menschseins, wo Gewalt, Sünde, Schmerz, Tränen und Mühen herrschen.“


Für Jesus zur Wiege werden

Der Kustos weiß, wovon er spricht: Die Lage im Heiligen Land ist trotz des wackeligen Friedens von Gaza düster wie schon lange nicht mehr. Ein Zusammenleben der verfeindeten Gruppen in Israel und Palästina scheint kaum noch vorstellbar, die Mühlsteine des Hasses mahlen unerbittlich.

„Ein weiteres Mal bittet Jesus uns darum, für ihn zur Wiege zu werden – so wie wir sind, mit dem Stroh unserer Unzulänglichkeiten. Er wird in die Krippe gelegt, um zu einem Lebensmittel der Hoffnung für alle Menschen zu werden. Mit dem Blick auf Ihn und in Seiner Nachfolge können wir wieder mit neuer Hoffnung aufbrechen. Im Stall der Menschheit sind wir nicht allein! Jesus wird für uns geboren!“

Der 55-jährige Francesco Ielpo ist seit Ende Juni 2025 Kustos des Heiligen Landes. Die Kustodie ist eine eigene Ordensprovinz der Franziskaner, die seit dem 13. Jahrhundert im Heiligen Land wirken; zu ihrem seelsorgerischen Bereich zählen außer Israel und Palästina auch der Libanon, Jordanien, Syrien sowie die Inseln Zypern und Rhodos.
Gemeinsame Weihnachtsbotschaft

Am Montag hatten die christlichen Konfessionen in Jerusalem eine gemeinsame Weihnachtsbotschaft veröffentlicht. Darin zeigen sie sich erfreut über die derzeitige Waffenruhe im Gaza-Krieg. Sie seien sich aber „voll und ganz bewusst, dass trotz der erklärten Einstellung der Feindseligkeiten weiterhin Hunderte Menschen getötet oder schwer verletzt werden".

„Viele weitere haben gewalttätige Übergriffe auf sich selbst, ihr Eigentum und ihre Freiheiten erlebt – nicht nur im Heiligen Land, sondern auch in den Nachbarländern", so die Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem. Man wolle dem Beispiel Jesu folgen, der als Mensch zur Welt gekommen sei, „solidarisch mit allen, die leiden und niedergeschlagen sind".

Christen und Menschen guten Willens weltweit fordern die Kirchenführer auf, sich beharrlich für gerechten Frieden einzusetzen.


(vatican news/kna – sk/pr)


Live bei uns: Mit Papst Leo XIV. durch die Weihnachtszeit
Hier ein Überblick über unsere kommenden Live-Übertragungen mit deutschem Kommentar - laufend aktualisiert.




Unsere Übertragungen können Sie ca. 10 Minuten vor der angegebenen Zeit auf unserer Webseite, über unsere Social-Media-Kanäle wie Youtube und Facebook sowie unsere Partnersender verfolgen.




Montag, 22. Dezember, 10.00 Uhr
Weihnachtsempfang für die Römische Kurie aus der Benediktionsaula


Mittwoch, 24., Dezember, Heiligabend, 22.00 Uhr
Christmette mit Papst Leo XIV. aus dem Petersdom



Donnerstag, 25. Dezember, Weihnachten, 10.00 Uhr
Heilige Messe mit Papst Leo XIV. im Petersdom

12.00 Uhr: Mittelloggia des Petersdoms, Segen »Urbi et Orbi«



Freitag, 26. Dezember, Fest des hl. Stephanus, 12.00 Uhr
Angelusgebet mit Papst Leo XIV. vom Petersplatz


Mittwoch, 31. Dezember, Vorabend des Hochfestes der Gottesmutter Maria, 17.00 Uhr
Erste Vesper mit »Te Deum« zum Dank für das vergangene Jahr mit Papst Leo XIV. aus dem Petersdom



Donnerstag, 1. Januar 2026, Hochfest der Gottesmutter Maria und 59. Weltfriedenstag, 10 Uhr
Heilige Messe unter Vorsitz von Papst Leo XIV. aus dem Petersdom


Dienstag, 6. Januar 2026, Hochfest der Erscheinung des Herrn, 9.30 Uhr
Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom und Heilige Messe, Ausklang des Heiligen Jahres


(vaticannews - skr)

Mittwoch, 15. Oktober 2025

15. Oktober „Tag des weißen Stockes“ - Warum gerade ältere Menschen Blindenschrift lernen sollten

 


Wer seine Gewürze – hier Paprika – mit Blindenschrift kennzeichnet, kann sie leicht unterscheiden.

15. Oktober 2025. Vor 200 Jahren entwickelte der blinde Teenager Louis Braille die tastbare Blindenschrift, die nach ihm auch „Brailleschrift“ genannt wird – ein Geniestreich und für Generationen blinder Menschen der Schlüssel zu Kommunikation, Bildung, beruflichem Erfolg und Glück. Viele Seniorinnen und Senioren mit Augenerkrankung halten sich jedoch für zu alt, um die Schrift zu erlernen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist deshalb darauf hin, dass gerade ältere Menschen enorm vom Erlernen der Blindenschrift profitieren.

Braille zu beherrschen, bringt viele praktische Vorteile mit sich – selbst wenn das Entziffern anfangs etwas Zeit braucht. Mit Punktschriftkenntnissen kann man zum Beispiel selbstständig Medikamentenverpackungen auseinanderhalten. Gewürze, Tees, Dokumente und viele andere Dinge lassen sich eigenhändig mit Blindenschrift kennzeichnen und später leicht erkennen. Angenehmer Nebeneffekt: Wer Dinge derart beschriftet, muss seltener um Hilfe bitten und genießt mehr Privatsphäre. Oft ermöglicht Braille aber auch mehr Gemeinschaft. So können beispielsweise mit Punktschrift gekennzeichnete Spielkarten gemeinsam von Menschen mit und ohne Seheinschränkung genutzt werden.

Auch außerhalb der eigenen vier Wände ist Punktschrift äußerst hilfreich: In Aufzügen lassen sich die richtigen Etagenknöpfe ertasten, an Türen oder Treppengeländern bieten Braille-Schilder Orientierungshilfen. Wer sich im Alter auf diese neue Art des Lesens einlässt, tut zudem aktiv etwas für seine geistige Fitness. Blindenschrift zu lernen, ist in jeglicher Hinsicht ein guter Schritt, um das Leben auch mit einer fortschreitenden Augenerkrankung wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Informationen des DBSV zum Erlernen der Blindenschrift unter: www.dbsv.org/punktum

Auf Initiative des DBSV zählt die "Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland" seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe.

15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes

Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“) erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit.

Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens.

Die Woche des Sehens

Bereits zum 24. Mal findet in diesem Jahr die Woche des Sehens statt. Schirmherrin der bundesweiten Aufklärungskampagne vom 8. bis zum 15. Oktober ist die Fernsehjournalistin Gundula Gause. Die Aktionswoche wird getragen vom DBSV, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft und der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch. Weitere Informationen unter: www.woche-des-sehens.de

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Freitag, 5. September 2025

Papst: Frieden ist kein Slogan - „Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, wir dürfen nicht resignieren!“




04/09/2025 - Vor Mitgliedern eines Friedensnetzwerkes hat Leo XIV. an diesem Freitag für eine authentische Kultur des Friedens geworben. „Frieden steht auf der Tagesordnung der internationalen Staats- und Regierungschefs, er ist Gegenstand globaler Diskussionen, aber leider wird er oft auf einen bloßen Slogan reduziert“, merkte er dabei an.


„Was wir brauchen, ist, den Frieden in unseren eigenen Herzen und in unseren Beziehungen zu pflegen, ihn in unserem täglichen Handeln aufblühen zu lassen, uns für Versöhnung in unseren Familien, unseren Gemeinschaften, unseren Schulen und Arbeitsplätzen, in der Kirche und unter den Kirchen einzusetzen“, schärfte der Papst bei der Audienz am Freitagmittag weiter ein.
Frieden leben und fördern

Er wandte sich auf Italienisch und Englisch an junge Friedensaktivisten verschiedener Herkunft, die sich im Mittelmeerraum im Rahmen des 2023 begründeten Jugend-Mittelmeer-Rates „Consiglio dei Giovani del Mediterraneo“ für Frieden und Geschwisterlichkeit einsetzen. Leo XIV. dankte den jungen Leuten für ihren vielfältigen Einsatz für Solidarität und Geschwisterlichkeit, der sich in lokalen Initiativen und in der Kooperation mit Kirche und Politik niederschlägt.

Der Jugendrat ist eine Frucht eines Bischofs-Mittelmeer-Treffens, das 2022 in Florenz stattfand. Inspirationsfigur für die Berufung des Mittelmeerraumes als Dialog- und Friedensort war der ehemalige katholische Bürgermeister von Florenz und italienische Friedenspolitiker Giorgio La Pira (1904-1977). Er habe Frieden im Mittelmeerraum als „Beginn und fast schon Grundlage für Frieden zwischen allen Nationen der Welt“ gesehen, erinnerte der Papst.
 
Hier zum Hören
Wider das Wettrüsten und die Logik der Unterdrückung



„Diese Vision hat auch heute noch ihre ganze Kraft und prophetische Bedeutung, in einer Zeit, die von Konflikten und Gewalt zerrissen ist, in der das Wettrüsten und die Logik der Unterdrückung die Oberhand über das Völkerrecht und das Gemeinwohl gewinnen“, betonte er. Und er ermutigte die jungen Leute, auf diesem Weg weiterzugehen und nicht zu resignieren.

„Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, wir dürfen nicht resignieren! Und ihr jungen Menschen könnt mit euren Träumen und eurer Kreativität einen wesentlichen Beitrag leisten. Jetzt, und nicht morgen! Denn ihr seid die Gegenwart der Hoffnung!"
Mittelmeer als Zeichen der Hoffnung

Der „Consiglio dei Giovani del Mediterraneo“ wird von der Italienischen Bischofskonferenz gefördert. Wichtige Meilensteine bei der Stärkung des Mittelmeerraumes als Ort von Dialog, Solidarität und Frieden waren die beiden Mittelmeer-Konferenzen von Bari (2020) und Florenz (2022) mit Bischöfen aus der Region. Am Treffen in Bari nahm auch Papst Franziskus teil. Er hob die Aufgabe der Kirchen im Mittelmeerraum hervor, „zerbrochene Beziehungen wiederherzustellen“, Dialog zu führen, Trost zu spenden und eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu fördern.

„Für Gläubige besteht die Zukunft nicht aus Mauern und Stacheldraht, sondern aus gegenseitiger Akzeptanz.“

Leo XIV. rief in seiner Ansprache dazu auf, sich weiter dafür einzusetzen, den Mittelmeer-Raum als „Zeichen der Hoffnung“ und „Kreuzungspunkt der Geschwisterlichkeit“ zu etablieren – nicht als „Grab“, so der Papst wohl mit Verweis auf die zahlreichen Flüchtlinge, die beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, ums Leben kamen und kommen. „Für Gläubige besteht die Zukunft nicht aus Mauern und Stacheldraht, sondern aus gegenseitiger Akzeptanz“, formulierte er und warb für Willkommenskultur und Solidarität.

Absage an Instrumentalisierung von Religion

Der Mittelmeer-Raum sei Ursprungsort großer religiöser Traditionen, ergänzte er weiter. Diese gelte es als „lebendiges Ferment“, als „Quelle des Friedens, der Offenheit, Geschwisterlichkeit und Sorge um die Schöpfung“ weiter zu pflegen. Niemals dürfe Religion allerdings dazu genutzt werden, „um Gewalt und bewaffnete Konflikte zu rechtfertigen“, warnte Leo XIV..

„Wir müssen diese Formen der Blasphemie, die den heiligen Namen Gottes entehren, ablehnen, und zwar durch die Art und Weise, wie wir unser Leben führen. Wir sind aufgerufen, das Gebet und die Spiritualität zusammen mit dem Handeln als Quellen des Friedens und als Begegnungsorte zwischen Traditionen und Kulturen zu pflegen.“
Frieden keimen lassen statt Konflikte befeuern

Ein Friedensstifter zu sein sei „keine leichte Aufgabe“, gab der Papst zu bedenken. Dafür müsse man die „Komfortzone der Ablenkung und Gleichgültigkeit verlassen“. Auch gebe es Gruppen, die ein Interesse daran hätten, Konflikte weiter aufrechtzuhalten, fuhr er fort. Papst Leo ermutigte die jungen Friedensaktivisten dazu, sich trotz solcher Herausforderungen und Widerständen für Solidarität und Frieden einzusetzen:

„Der heilige Charles de Foucauld sagte, dass Gott auch Gegenwinde nutzt, um uns ans Ziel zu bringen“

„Habt keine Angst: Seid Keimzellen des Friedens dort, wo Hass und Groll wachsen; seid Weber der Einheit dort, wo Polarisierung und Feindseligkeit vorherrschen; seid die Stimme derer, die keine Stimme haben, um Gerechtigkeit und Würde zu fordern; seid Licht und Salz dort, wo die Flamme des Glaubens und die Lebensfreude erlöschen. Gebt nicht auf, wenn euch jemand nicht versteht. Der heilige Charles de Foucauld sagte, dass Gott auch Gegenwinde nutzt, um uns ans Ziel zu bringen.“

Anne Preckel - Vatikanstadt
(vatican news – pr)

„Wir unterstützen die Kommunen tatkräftig beim Ausbau der Kinderbetreuung in der Grundschule“



5. September 2025 - 89.720 Euro gehen an die Stadt Pfarrkirchen. - Der Ausbau der Kinderbetreuung für Schülerinnen und Schüler in der Grundschule in Bayern geht voran. Für Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf steht fest: „Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ist die entscheidende familien-, sozial-, wirtschafts- und integrationspolitische Aufgabe. Familien sollen die Betreuung erhalten, die am besten zu ihrer Lebensrealität passt, um Familie, Beruf und Pflege zu vereinbaren. Es ist wichtig, dass durch den Neubau eines Kinderhorts an der Grundschule Pfarrkirchen zusätzliche, bestens ausgestattete Betreuungsplätze für Grundschulkinder entstehen. Der Freistaat unterstützt die Kommune dabei mit einer Förderung in Höhe von 89.720 Euro.“

Schon jetzt besucht mehr als die Hälfte der Grundschulkinder in Bayern ein Angebot am Nachmittag – einen Hort, die offene oder gebundene Ganztagsschule oder eine Mittagsbetreuung. Zum Schuljahr 2026/2027 tritt der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern im Grundschulalter schrittweise in Kraft. Ministerin Scharf betont: „Beim Ausbau der Kinderbetreuung auch im Grundschulalter lässt die Staatsregierung die Kommunen nicht allein. Wir unterstützen beim Ausbau der Plätze und der Ausstattung finanziell. Im Landesförderprogramm Ganztagsausbau stehen dafür 461 Millionen Euro bereit.“

Informationen zum Ganztagsausbau in Bayern gibt es unter ganztag.bayern.de.

Bayerisches Staatsministerium für
Familie, Arbeit und Soziales
Winzererstraße 9
80797 München

Dienstag, 11. Februar 2025

Scharf: „Die Zeit zu handeln ist jetzt – Antisemitismus wird immer sichtbarer“



11. Februar 2025 . Wanderausstellung zu Judenhass - Hass schlägt Jüdinnen und Juden auch in unserem Land immer offener entgegen. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern stellt seit letztem Jahr eine gebührenfreie Wanderausstellung zur Verfügung, die über Antisemitismus in Bayern berichtet. Station ist nun bis 7. März im Bayerischen Sozialministerium in München.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: „Die Zeit zu handeln ist jetzt! Antisemitismus wird in unserem Alltag immer sichtbarer, immer gefährlicher, immer bedrohlicher. Die Präventionsarbeit ist wichtiger denn je. Die Ausstellung zeigt, welch erschreckende Ausmaße Antisemitismus annimmt. Sie sensibilisiert hinzuschauen und Zivilcourage zu leben. Es ist wichtig die Wanderausstellung in vielen Städten und Gemeinden in Bayern zu zeigen. Wir schaffen damit Bewusstsein bei den Menschen und machen ganz klar deutlich: In unserer Heimat hat Antisemitismus keinen Platz!“

Die Ausstellung „Antisemitismus in Bayern: Judenhass heute“ von RIAS Bayern beantwortet Grundfragen zum Thema Antisemitismus und zeigt, wie man sich bei der Beobachtung antisemitischer Vorfälle verhalten sollte. Außerdem macht sie auf die Auswirkungen von Judenfeindlichkeit auf Betroffene aufmerksam.

Das Bayerische Sozialministerium fördert RIAS seit Herbst 2018. RIAS fungiert als Meldestelle für antisemitische Vorfälle in Bayern und dokumentiert Vorfälle anonym und bietet Betroffenen praktische Unterstützung an. Die Ausstellung kann in ganz Bayern gebührenfrei gezeigt werden. Weitere Informationen zur Ausstellung, zum Ausleihverfahren und zu den Inhalten sind auf der Homepage zu finden.

Das Foto zeigt; Tobias Eisch, Kurator, Sozialministerin Ulrike Scharf und Dr. Annette Seidel-Arpaci, Leiterin RIAS, bei der Besichtigung der Ausstellung im Bayerischen Sozialministerium.

Fotoquelle: StMAS / Nötel

Bayerisches Staatsministerium für

Familie, Arbeit und Soziales

Winzererstraße 9

80797 München


 

 

Donnerstag, 30. Januar 2025

Auf Gott vertrauen wie der heilige Josef



30-01.2025 - Papst bei Generalaudienz: In seinem Katechesenzyklus zur Kindheit Jesu hat sich Papst Franziskus an diesem Mittwoch mit dem heiligen Josef befasst. Die Gläubigen lädt er ein, den Ziehvater Jesu als Vorbild für Vertrauen, Offenheit und Liebe zu betrachten.




29/01/2025

Generalaudienz vom 29.1.2025: Der Wortlaut

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

„Im Matthäusevangelium betritt Josef als Verlobter Marias die Szene. Für die Juden war die Verlobung eine echte rechtliche Bindung, die auf das vorbereitete, was etwa ein Jahr später geschehen sollte: die Heirat – den Moment, in dem die Frau von ihrem Vater in die Obhut ihres Mannes gegeben wurde, zu ihm zog und bereit war für das Geschenk der Mutterschaft,“ leitete der Papst seine Überlegungen zur Kindheit Jesu aus der Perspektive des heiligen Josef ein.

Doch gerade in diesem Zeitraum habe Josef von der Schwangerschaft Marias erfahren: Eine Situation, die laut Gesetz eigentlich zur Auflösung der Verlobung geführt hätte, so Franziskus weiter. Josef aber habe das Wunder der Mutterschaft der Jungfrau Maria im Vertrauen auf Gott gehorsam angenommen. Und so beschreibe ihn das Matthäusevangelium als einen gerechten und frommen Menschen, der klug handelt, weil er auf die Stimme des Herrn hört.


Ein Blick in die Audienzhalle



Hier Nachhören: Papst Franzziskus bei Generalaudienz: Auf Gott vertrauen wie der heilige Josef (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)

Wörtlich sagte das katholische Kirchenoberhaupt:

„Matthäus bezeichnet Josef als „Gerechten“, als einen Mann, der nach dem Gesetz des Herrn lebt und sich in jeder Lebenslage davon inspirieren lässt. Indem er dem Wort Gottes folgt, handelt Josef klug: Er lässt sich nicht von instinktiven Gefühlen und der Furcht davor übermannen, Maria zu sich zu nehmen.“

Josef, der Gerechte, sei der Schweigsame, der Mann im Hintergrund gewesen. Und die wichtige Rolle, die er im Heilsplan Gottes spielen sollte, sei ihm im Traum kundgetan worden.

„Im Schlaf hört Josef diese Worte: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“, zitierte der Papst aus dem Evangelium nach Matthäus und führte aus: „Angesichts dieser Offenbarung fragt Josef nicht nach weiteren Beweisen, er hat Vertrauen. Josef vertraut Gott, er nimmt den Traum Gottes über sein Leben und das seiner Verlobten an. Und so tritt er in die Gnade derer ein, die die göttliche Verheißung mit Glauben, Hoffnung und Liebe zu leben wissen.“

Die Audienzhalle an diesem Mittwoch



„Angesichts dieser Offenbarung fragt Josef nicht nach weiteren Beweisen, er hat Vertrauen. Josef vertraut Gott“

Von Josef sei kein einziges Wort überliefert. Er habe „geglaubt, gehofft und geliebt“, sich nicht durch „Worte im Wind“, sondern „durch konkrete Taten“ ausgedrückt. Und das macht ihn zu einem Vorbild, von dem auch wir lernen können, ganz auf Gott zu vertrauen.

„Liebe Schwestern und Brüder, bitten auch wir den Herrn um die Gnade, mehr zu hören als zu sprechen; die Gnade, Gottes Träume zu träumen und Christus, der vom Augenblick unserer Taufe an in unserem Leben lebt und wächst, verantwortungsvoll anzunehmen,“ so der abschließende Denkanstoß von Papst Franziskus bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch.

(vaticannews – skr)


Auswirkungen von Akupunktur auf die Blutfettwerte - Akupunktur belegte den ersten Platz bei der Senkung der Gesamtcholesterinwerte.




30-01-2025 - Koronare Herzkrankheit: Auswirkungen von Akupunktur auf die Blutfettwerte
DGP – Chinesische Forscher untersuchten die Auswirkungen von Akupunkturbehandlungen auf die Blutfettwerte bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit (KHK). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Akupunktur den Gesamtcholesterinwert effektiv senken kann, während Moxibustion signifikant die Triglyceridwerte und das Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-Cholesterin) senkte sowie das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (HDL-Cholesterin) steigerte.

Dyslipidämie gilt als ein Hauptrisikofaktor für die koronare Herzkrankheit (KHK). Zudem beeinflussen die Blutfettwerte bei KHK-Patienten kardiovaskuläre Ereignisse. Daher ist es wichtig, diese Werte zu überwachen und zu kontrollieren. Als ergänzende Therapie aus der traditionellen chinesischen Medizin soll Akupunktur die Blutfettwerte bei Patienten mit KHK positiv beeinflussen. Desweiteren wird bei der Moxibustion getrockneter Beifuß (Moxa) verbrannt, um bestimmte Akupunkturpunkte zu stimulieren. Wie wirksam diese Ansätze sind, wurde nun in einer Netzwerk-Metaanalyse untersucht.
Traditionelle chinesische Medizin: Akupunktur oder Moxibustion zur Regulierung von Blutfettwerten?

Der systematische Review erfasste relevante Studien aus den medizin-wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Web of Science, Embase, Cochrane Library, Medline (Ovid), China Knowledge Network, Wanfang, Vipshop und SinoMed bis zum 7. Januar 2024. 

Die Netzwerk-Metanalyse umfasste randomisierte, kontrollierte Studien über die Auswirkungen akupunkturbezogener Therapien auf die Blutfettwerte bei Patienten mit KHK. Alle Patienten erhielten eine medikamentöse Behandlung, je nach Randomisierung mit oder ohne einer ergänzenden Akupunktur-Methode. Diese umfassten Akupunktur, warme Akupunktur, Moxibustion, Acupoint-Applikation, Magnetpuls-Acupoint und indirekte monkshood-Moxibustion. Bei direkter Moxibustion wird eine kleine Menge brennenden pflanzlichen Materials (Artimisia moxa) direkt auf der Haut platziert, bei indirekter oder „suspended“ Moxibustion wird die Hitze des brennenden Moxa in einem Abstand von 3 – 5 cm von der Hautoberfläche appliziert. Bei indirekter Moxibustion wurde eine Hitze-Sensitivierung an für eine behandelte Erkrankung spezielle Körperstellen beschrieben; bei einer Hitze-sensitivierten Moxibustion wird die Behandlung direkt auf diesen Punkten appliziert. Es wurden die Ergebnisindikatoren von 9 verschiedenen Interventionen verglichen. Die Ergebnisindikatoren umfassten Veränderungen der Gesamtcholesterinwerte, der Triglyceridwerte, der Low-Density-Lipoprotein-Cholesterinwerte (LDL-Cholesterin) sowie der High-Density-Lipoprotein-Cholesterinwerte (HDL-Cholesterin). In der Netzwerk-Metaanalyse schätzten die Autoren die Wirksamkeit der Behandlungsoptionen im Vergleich zueinander mit Hilfe des SUCRA-Rankings ein.
Systematischer Review und Netzwerk-Metaanalyse über 14 Studien mit 1 416 Patienten

Insgesamt wurden 14 Studien mit 1 416 Patienten in die Analyse aufgenommen. Akupunktur reduzierte demnach den Gesamtcholesterin-Spiegel (-1,82; 95 % Konfidenzintervall, KI: -3,36 – -0,28). Hitze-sensitivierte Moxibustion senkte hingegen Triglyzeride (-2,12; 95 % KI: -3,55 – 0,69), LDL-Cholesterin (-1,37; 95 % KI: -2,09 – -0,66) und erhöhte das HDL-Cholesterin (0,87; 95 % KI: 0,52 – 1,22). Diese beiden Interventionen erreichten die obersten Ränge im SUCRA-Ranking und galten somit als die wirksamsten Optionen im Vergleich verschiedener Akupunktur-Ansätze.

Verbesserung der Blutfettwerte bei KHK mit Hitze-sensitivierter Moxibustion

Laut der Studienergebnisse ist demnach Hitze-sensitivierte Moxibustion eine wirksamere ergänzende Intervention zur Regulierung des Blutfettspiegels bei KHK-Patienten als andere Akupunkturbehandlungen. Moxibustion senkte die Triglyzerid- und LDL-Cholesterin-Werte signifikant und erhöhte die HDL-Cholesterin-Werte. Akupunktur belegte den ersten Platz bei der Senkung der Gesamtcholesterinwerte. Einige der eingeschlossenen Studien wiesen jedoch methodologische Einschränkungen auf, weshalb die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten.



Kurz & fundiert


Akupunktur bei koronarer Herzkrankheit (KHK): Effekt auf Blutfettwerte?
Netzwerk-Metaanalyse aus China von 14 Studien mit 1 416 Patienten
Akupunktur senkte signifikant die Gesamtcholesterinwerte
Moxibustion senkte signifikant die Triglyceridwerte und das Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-Cholesterin)
Moxibustion erhöhte das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (HDL-Cholesterin)
Einige Studien wiesen methodologische Einschränkungen auf

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Mittwoch, 15. Januar 2025

Das Heilige Jahr – auf einen Blick




15.01.2025 - 2025 begeht die katholische Kirche ein Heiliges Jahr. Ein Überblick.
Zum Heiligen Jahr: Wozu? Was? Wieviele?

Das Heilige Jahr, auch „Jubeljahr” oder „Jubiläum“ genannt, ist für Gläubige eine Gelegenheit, ihr inneres Leben neu auszurichten. Im Mittelpunkt stehen Vergebung und Versöhnung. In seiner Bulle zur Ausrufung des Heiligen Jahres mit dem Titel Spes non confundit - die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen - erklärt Papst Franziskus den inneren Gehalt des Jubiläums.
Der Vatikan hat eine eigene Webseite zum Heiligen Jahr 2025 erstellt, die auch auf Deutsch zur Verfügung steht.

Sie möchten an einer Mittwochs-Generalaudienz oder einer Sonder-Samstags-Jubiläumsaudienz mit Papst Franziskus teilnehmen? Hier erklären wir, wie das geht.

Der Kalender für Großveranstaltungen beim Heiligen Jahr fasst die wichtigsten Begegnungen mit dem Papst in Rom zusammen. Es sind rund 40, darunter eigene Jubiläum für Diakone, für Medienleute, für Kranke, für Gefangene, für Teenager, für Musikkapellen, für Katechisten, für Regierende und andere mehr.

Im allgemeinen Kalender für das Heilige Jahr sind einzelne große Pilgergruppen vermerkt.
„Spes non confundit“: Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen. So lautet das Leitwort des Heiligen Jahres 2025. 

Unsere Radio-Akademie vom Januar 2025 stellt Texte von Franziskus zu diesem Jubeljahr vor.

Lesen Sie auch
Zu Fuß ins Heilige Jahr (Radioakademie, 4

Der Vatikan hat zum Heiligen Jahr eine mehrsprachige Sonderausgabe des L'Osservatore Romano veröffentlicht. Sie ist während des gesamten Jubiläums erhältlich und wird beim Erwerb mit einem Vatikan-Stempel auf dem Umschlag versehen.

Praktische Informationen
Das deutsche Pilgerzentrum in Rom bietet seelsorgerliche Betreuung unterstützt bei der Planung und Durchführung von Wallfahrten, Gottesdiensten und der Teilnahme an Papstaudienzen – auch im Heiligen Jahr.


(vatican news – gs)

Dienstag, 7. Januar 2025

Intermittierendes Fasten bei Prädiabetes und Typ-2-Diabetes. - Einfluss von Fasten auf Prädiabetes und Diabetes?

Intermittierendes Fasten bei Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes sinnvoll?

Systematische Überprüfung und Metaanalyse eines internationalen Forscherteams
14 Studien mit 1 101 Erwachsenen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes
Verbesserte Körperzusammensetzung und kardiometabolische Gesundheit durch intermittierendes Fasten

DGP – Neueste Studiendaten zeigen, dass intermittierendes Fasten im Vergleich zu einer Kalorienrestriktion die Körperzusammensetzung und kardiometabolische Gesundheit bei Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes verbessern kann. Die Fettmasse, glykämische Marker, Lipidprofile und der Blutdruck konnten nicht signifikant verbessert werden.


Ein aktueller Überblicksartikel mit Metaanalyse hat die Auswirkungen von intermittierendem Fasten im Vergleich zu einer Kontrolldiät und/oder Kalorienrestriktion auf die Körperzusammensetzung und die kardiometabolische Gesundheit bei Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes untersucht.



Einfluss von Fasten auf Prädiabetes und Diabetes?

Die wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Web of Science und Scopus wurden bis März 2024 durchsucht, um randomisierte Studien mit parallelem oder Crossover-Design zu identifizieren. Die ausgewählten Studien untersuchten die Auswirkungen von intermittierendem Fasten auf die Körperzusammensetzung und die kardiometabolische Gesundheit.
Metaanalyse über 14 Studien mit 1 101 Teilnehmern

Insgesamt wurden 14 Studien mit 1 101 Erwachsenen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes in die Metaanalyse einbezogen. Das intermittierende Fasten reduzierte folgende Parameter:Abnahme des Körpergewicht: Mittelwertdifferenz, MD: -4,56 kg; 95 % Konfidenzintervall, KI: -6,23 – -2,83; p = 0,001
Body-Mass-Index, BMI: MD: -1,99 kg.m2; 95 % KI: -2,74 – -1,23; p = 0,001
Glykohämoglobin, HbA1c: MD: -0,81 %; 95 % KI: -1,24 – -0,38; p = 0,001
Nüchternblutzucker: MD: -0,36 mmol/l; 95 % KI: -0,63 – -0,09; p = 0,008
Gesamtcholesterin: MD: -0,31 mmol/l; 95 % KI: -0,60 – -0,02; p = 0,03
Triglyceride: MD: -0,14 mmol/l; 95 % KI: 0.27 – -0,01; p = 0,02

Die Fettmasse, Insulin, das Lipoprotein niedriger und hoher Dichte sowie der Blutdruck wurden im Vergleich zu einer Kontrolldiät nicht signifikant reduziert. Darüber hinaus verringerte intermittierendes Fasten das Körpergewicht (MD: -1,14 kg; 95 % KI: -1,69 – -0,60; p = 0,001) und den BMI (MD: -0,43 kg/m2; 95 % KI: -0,58 – -0,27; p = 0,001). Es hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Fettmasse, die fettfreie Körpermasse, das viszerale Fett, Insulin, den HbA1c, Lipidprofile oder den Blutdruck.
Gewichtsabnahme und Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit duch intermittierendes Fasten


Intermittierendes Fasten kann demnach zu Gewichtsabnahme eingesetzt werden und verbesserte in der Auswertung verschiedene kardiometabolische Gesundheitsmarker bei Menschen mit Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes. Darüber war das intermittierende Fasten mit einer Verringerung des Körpergewichts und des BMI im Vergleich zur Kalorienrestriktion verbunden, zeigte jedoch keine Auswirkungen auf glykämische Marker, Lipidprofile oder den Blutdruck. Eine Ernährungsumstellung, wie das intermittierende Fasten, sollte bei Prädiabetes und Typ-2-Diabetes nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Dies gilt insbesondere für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen.


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