Nachrichten und Termine für Handwerker und Gewerbetreibende aus Medizin und Ernährung - News aus den evangelischen und katholischen Landeskirchen, aus dem Vatikan und Gemeinden und Klöstern.

Sonntag, 18. Mai 2014

Kirchen rufen zu den Europawahlen auf



Kirchen rufen zu den Europawahlen auf

 

Bonn/Hannover – Wahlaufruf – Wahl des Europäischen Parlaments

Bonn/Hannover. Am Sonntag, 25. Mai, findet die Wahl des Europäischen Parlaments statt. Die Bürger der Europäischen Union haben dann die Möglichkeit, maßgeblich über die europäische Politik der kommenden Jahre mitzuentscheiden. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz haben die Menschen in Deutschland daher gemeinsam aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Denn nach den Krisen in den vergangenen Jahren stehe das Europaparlament weiterhin vor schwierigen Herausforderungen, die nur gemeinsam gelöst werden könnten, so die beiden Kirchen in ihrem Aufruf vom 12. Mai.

Die Kirchen verurteilten auch den schwindenden Gemeinschaftssinn unter den Europäern. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten müssten aus den Fehlentwicklungen die richtigen Lehren ziehen und Solidarität und Eigenverantwortung als tragende Prinzipien wiederentdecken, so die Kritik. Insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa solle von den Verantwortlichen ernstgenommen werden.

Mit großer Sorge werde auch der Zulauf zu populistischen und extremistischen Parteien beobachtet. Aus diesem Grund veröffentlichten die beiden Kirchen bereits im Februar, im Rahmen der Ökumenischen Sozialinitiative, die Stellungnahme „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“. (PEK 140516 – KL)

Brücken bauen beim Katholikentag



Brücken bauen beim Katholikentag

Regensburg / Köln - Erzbistum Köln mit Stand – Viele Aktionen geplant

Regensburg / Köln. „Mit Christus Brücken bauen“ lautet das Motto des 99. Katholikentages, der vom 28. Mai bis zum 1. Juni nach Regensburg einlädt. In Gesprächsforen und Gottesdiensten sowie bei musikalischen Darbietungen und einem kulturellen Programm haben die Besucher die Möglichkeit, die Vielfalt des Glaubens kennenzulernen.
Auf der Katholikentagsmeile wird das Erzbistum Köln gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken in Köln mit einem Stand vertreten sein und viele Aktionen anbieten. Das Motto des Standes „Schließ dich an! Was mich mit Gott und Menschen verbindet“ orientiert sich am Leitwort des Katholikentages. „In Köln haben wir viele Brücken, doch etwas ganz Besonderes ist die Hohenzollernbrücke mit ihren zigtausenden Schlössern von verliebten Menschen. So war schnell die Idee geboren, diese Brücke „mitzunehmen“ nach Regensburg“, so der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbistum Köln, Monsignore Markus Bosbach. An einem Gitter vor dem Panorama des Rheins und des Doms können die Besucher des Standes kleine Vorhängeschlösser aus Papier befestigen. Diese beschriften sie vorher mit persönlichen Antworten auf die Frage: Was verbindet mich mit Gott und Menschen? Passend dazu sind Postkarten entworfen worden, die das Thema „Schloss“ auf unterschiedliche Weise darstellen.
Einige Mitmachaktionen für Kinder am Bistums-Stand entstammen auch dem Konzept der Kölner Erlebnisausstellung „SIEBEN+schöpfung.tage. mensch!“. So zeigt eine Videostele einen Zeichentrick-Schöpfungsfilm und die Besucher können selbstgebastelte Papptiere auf Bäumen zum Krabbeln bringen. Neu ist auch eine Spiele-App: Mit Hilfe kleiner Videoclips zur Schöpfungsgeschichte müssen mit dem Smartphone zahlreiche Aufgaben erledigt werden. An den Ufern des nachgebauten Rheins, der durch den Stand fließen wird, laden Bänke zum Verweilen und zu Gesprächen ein. Zudem präsentieren Begleiter in der Seelsorge ihre Projektarbeiten und erzählen aus der Praxis.
Auch zahlreiche Jugendliche aus dem Erzbistum Köln reisen zum Katholikentag. Sie werden sich mit dem Thema auseinandersetzen, wie es um die Zukunft der Kirche steht. Weitere Informationen gibt es unter www.katholikentag.de. (PEK 140516 – KL)

Positive Bilanz des „Zukunftsforums für die Mittlere Ebene“



Positive Bilanz
des „Zukunftsforums für die Mittlere Ebene“

Reformationsjubiläum ist Chance
zum Gespräch über Kernthemen des Glaubens


Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider zog ein positives Fazit des dreitägigen „Zukunftsforums 2014 für die Mittlere Ebene“. „Hinter uns liegen Tage der Stärkung und der Gemeinschaft. Vom Zukunftsforum der EKD gehen viel Kraft und Ideen für die jetzt vor uns liegenden entscheidenden Schritte auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 aus.“

Von Donnerstag bis Samstag, 15. bis 17. Mai 2014, kamen ehrenamtliche und berufliche Verantwortliche der mittleren Leitungsebene, also der Kirchenkreise, Dekanate oder Synodalverbände, in Wuppertal und dem Ruhrgebiet zusammen. Sie tauschten sich über die Zukunft der evangelischen Kirche angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen aus.

Im Mittelpunkt des letzten Tags des EKD-Zukunftsforums (17. Mai) stand in der Bochumer Jahrhunderthalle der Ausblick auf das Reformationsjubiläum. Margot Käßmann, die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, unterstrich, dass der 500. Jahrestag der Reformation eine Chance sei, über Kernthemen des Glaubens wie Rechtfertigung, Gnade oder Sünde wieder ins Gespräch zu kommen. Käßmann rief dazu auf, das Reformationsjubiläum fröhlich anzugehen. Es gebe 2017 „wahrhaftig Grund zu feiern“: die Entdeckung der Freiheit eines Christenmenschen, die Rückbesinnung auf die Bibel, die Offenbarung der Rechtfertigung allein aus Glauben. Evangelische und römisch-katholische Kirche hätten sich zwar ab 1517 auf getrennte Wege begeben, sagte die Botschafterin. „Aber 2017 wissen wir sehr wohl: Es ist gut, gemeinsame Wege nach vorn zu gehen.“

Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates „Luther 2017“, Udo Di Fabio, bezeichnete die Reformation als einen der „Gründungsakte der modernen Gesellschaft“ mit ihrer Gewissens- und Glaubensfreiheit. Das Reformationsjubiläum 2017 biete die Chance, über unsere Gesellschaft und unser Menschenbild nachzudenken. Die „pure Existenz“ einer Kirche sei Leitbild für die Gesellschaft, hier sammelten sich Menschen, die nicht selbstgenügsam ihre Freiheit genießen wollen, sondern „den Anderen sehen und suchen“, sagte der ehemalige Bundesverfassungsrichter.

Das dreitägige Zukunftsforum der EKD hatte am 15. Mai in Wuppertal begonnen, wo auch an die vor 80 Jahren in der Stadt verabschiedete „Barmer Theologische Erklärung“ erinnert wurde, ein bis heute wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Bundespräsident Joachim Gauck hatte in einem Grußwort unter anderem betont, dass die Suche der evangelischen Kirche nach Wegen in die Zukunft die Aufmerksamkeit von Staat und Gesellschaft verdiene. Der Soziologieprofessor Hubert Knoblauch zeigte Parallelen zwischen gesellschaftlichen Transformationsprozessen und den Entwicklungen in den Kirchen auf.

Am 16. Mai hatten sich die Teilnehmenden des EKD-Zukunftsforums an zwölf Orten im Ruhrgebiet versammelt und sich über verschiedene Handlungsfelder der kirchlichen Praxis vor Ort ausgetauscht.

Hannover/Bochum, 17. Mai 2014

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der EKD

Vizepräses: Unterschied in der Entlohnung muss deutlich verkleinert werden



Vizepräses: Unterschied in der Entlohnung muss deutlich verkleinert werden

Christoph Pistorius bei der ersten Gender-Konferenz zu Gast

Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat die Dienstgeberinnen und Dienstgeber von Kirche und Diakonie aufgerufen, weiter über den Wert von Arbeit nachzudenken. „Der große Unterschied, mit der die Arbeit einer Krankenpflegerin und die einer Führungskraft ideell bewertet und finanziell entlohnt wird, muss deutlich verkleinert werden“, sagte Pistorius heute bei der ersten Gender-Konferenz der rheinischen Kirche in Bonn. „Die Gesellschaft legt ein Augenmerk darauf, wie wir als Diakonie und Kirche das handhaben und welche Arbeit welche Bewertung erfährt“, so der Vizepräses, der auch die Abteilung Personal im Landeskirchenamt leitet.

Im Namen der Kirchenleitung dankte er allen, „die sich in Kirchenkreisen, Gemeinden und Einrichtungen seit vielen Jahren für eine Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzen und engagieren“. Was in den vergangenen 50 Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Kirche erreicht wurde, sei auch im ökumenischen Vergleich profilbildend, unterstrich Christoph Pistorius: „Wie viel inhaltlich ärmer und beschränkter wäre unsere Theologie, die Verkündigung und Gemeindearbeit ohne die vielen Theologinnen, die in unserer Kirche Dienst tun. Dies ist zurzeit etwa ein Drittel. Ich bin als evangelischer Christ und als Vizepräses stolz darauf, was hier bis hierhin erreicht wurde.“ Mit Superintendentin Marion Greve in Essen sei Anfang des Monats die siebte Frau eingeführt worden, die die Leitung eines der 38 Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche im Rheinland übernommen hat. „Hier haben wir noch deutlich Luft nach oben“, konstatierte der Vizepräses.

Die Landessynode habe in den vergangenen Jahren bei der Wahl ihrer Leitungspersonen fast ausschließlich männlich gewählt. „Auch hier“, so Pistorius, „haben wir im Sinne der Gleichstellung von Männern und Frauen Entwicklungspotential“. Auf der anderen Seite zeige es aber auch ganz nüchtern, dass das Thema der Gleichstellung nicht das alleinige und einzige Kriterium für kirchenleitendes Handeln und synodale Entscheidungsfindung sei.

Die Gender-Konferenz dient dem Austausch und der Vernetzung von Menschen aus den Kirchenkreisen sowie den Ämtern, Werken und Einrichtungen. Auf ihr werden aktuelle gender- und gleichstellungspolitische Themen beraten und Strategien für die Umsetzung von gender- und gleichstellungspolitischen Zielen abgestimmt.


EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 81/2014