Nachrichten und Termine für Handwerker und Gewerbetreibende aus Medizin und Ernährung - News aus den evangelischen und katholischen Landeskirchen, aus dem Vatikan und Gemeinden und Klöstern.

Montag, 18. Februar 2019

Kirchen und Handwerk diskutieren in Rom globale Zukunftsfragen

Kirchen und das Handwerk - auf der Suche nach gemeinsamen Beiträgen für Gesellschaft und sozialen Frieden. Welchen Beitrag können die Kirchen und das Handwerk für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und für den sozialen Frieden leisten? Diese Frage diskutierte der Zentrale Besprechungskreis Kirche-Handwerk auf seiner Jahrestagung vom 29. bis 31. Januar 2019 in Rom. Als Rahmen der Beratungen dienten Begegnungen mit Vertretern der katholischen Kirche und aus dem italienischen Handwerksverband Confartigianato. Die Kirche sei die älteste Institution der Welt mit globaler Präsenz, arbeite aber vor allem über die „Macht des Wortes“, stellte Dr. Michael Koch, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, fest. So zeige die Haltung von Papst Franziskus in der Flüchtlingsfrage, dass die katholische Kirche im öffentlichen Raum gehört werden wolle und die langfristige Wirkung politischer Entscheidungen im Blick habe. Gemeinsame Werte, der Einsatz für Menschenrechte und das Bekenntnis zum Multilateralismus verbinden die Bundesrepublik Deutschland und den Heiligen Stuhl. Beim Empfang in der deutschen Botschaft betonten die Teilnehmenden, dass ein Land nicht nur eigene Interessen verfolgen dürfe. „Wir haben die Überzeugung, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen müssen, oder wir werden scheitern.“ so Karl-Sebastian Schulte, ZDH-Geschäftsführer und Vorsitzender des Besprechungskreises. Kirchen und Handwerk diskutieren in Rom globale Zukunftsfragen Der Weiterentwicklung und Verbreitung der katholischen Soziallehre hat sich das seit 1. Januar 2017 tätige „Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen“ verschrieben. Wie der Präfekt des Dikasteriums, Peter Kardinal Turkson, dem Besprechungskreis erläuterte, ist die von ihm geleitete Kurienbehörde zuständig für Fragen der Migration, für Gesundheit, für Gerechtigkeit und Frieden sowie für die Opfer von Kriegen und Naturkatastrophen. Mit seinem Mitarbeiterstab setzt er sich für den Schutz der Umwelt, für Nachhaltigkeit und für die Wahrung der Menschenwürde ein. Die Vorstellung des Papstes von einer gerechten Wirtschaftsordnung hat der aus Ghana stammende Kardinal zuletzt beim Weltwirtschaftsforum in Davos deutlich gemacht. Auf dem Gebiet der Ökonomie habe die Soziale Marktwirtschaft deutscher Prägung für ihn Beispielcharakter. Neben diesem inhaltlichen Ordnungsanspruch regt das Dikasterium konkrete Partnerschaften und Projekte in Ortsgemeinden an. Beide Seiten verabredeten, eine Verzahnung der Arbeit des Dikasteriums mit bestehenden entwicklungspolitischen Engagements des deutschen Handwerks zu prüfen, beispielsweise beim Aufbau von beruflichen Bildungsstrukturen in Afrika. Beim Besuch der Päpstlichen Universität Gregoriana informierte sich der Besprechungskreis über die Arbeit der Universität allgemein und im Speziellen über das 2012 dort gegründete „Zentrum für Kinderschutz“. Im Gespräch mit dessen Leiter, dem Jesuitenpater P. Prof. Dr. Hans Zollner SJ, wurde intensiv über die gesamtgesellschaftliche Herausforderung des Kindesmissbrauchs, aber auch die besondere moralische Verantwortung der Kirche diskutiert. Der katholische Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger aus der Erzdiözese München und Freising forderte mehr Achtsamkeit gegenüber Missbrauchsopfern und eine wirksamere Prävention. Einen spannenden Einblick in die Situation des italienischen Handwerks erhielt der Besprechungskreis von dessen Dachverband Confartigianato, der auf europäischer Ebene eng mit dem ZDH zusammenarbeitet. Wie Generalsekretär Dr. Cesare Fumagalli erläuterte, unterstützt Confartigianato die rund 700.000 assoziierten Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Dienstleistungen. Herausforderungen sind dabei neben der sehr kleinteiligen Betriebsstruktur vor allem das Fehlen eines flächendeckenden dualen Berufsbildungssystems in Italien. Die Bekämpfung der weiterhin hohen Jugendarbeitslosigkeit und eine digitale Transformation des Handwerks ohne Brüche sind wichtige handwerkspolitische Ziele des italienischen Schwesterverbandes. Ein Schwerpunkt der internen Beratungen war der Umgang mit Populismus und dem Erstarken der politischen Ränder. Dr. Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, stellte fest, dass trotz nachlassender Kirchenbindung die Erwartungen der Bevölkerung an die Kirche groß seien. Angesichts der in diesem Jahr anstehenden Wahlen in Ostdeutschland und zum Europäischen Parlament müssten Räume für das Gespräch mit allen politischen Parteien geöffnet, dabei aber zugleich eine klare christliche Grundhaltung eingefordert werden. Abgerundet wurde das dreitägige Treffen durch eine Besichtigung der Vatikanischen Museen, die Feier der Heiligen Messe in den Grotten unter dem Petersdom und die Teilnahme an der Päpstlichen Generalaudienz. Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin

Dienstag, 25. Dezember 2018

Papst Franziskus: Urbi et Orbi - Wunsch nach Brüderlichkeit. - handwerkernachrichten.com

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“, die frohe Kunde von Betlehem verkündete Papst Franziskus an diesem Dienstag in seiner Weihnachtsbotschaft. Wie die Hirten, die als Erste zur Grotte geeilt waren, stünden auch wir staunend vor dem Zeichen, das Gott uns gegeben hat, ein Kind in Windeln in einer Krippe. Die universale Botschaft von Weihnachten sage uns, dass Gott ein guter Vater ist und wir alle Geschwister sind. „Daher ist mein Glückwunsch zu Weihnachten ein Wunsch nach Brüderlichkeit. Brüderlichkeit zwischen Menschen jeder Nation und Kultur. Brüderlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Ideen, die aber fähig sind, einander zu achten und zuzuhören. Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen,“ so der Papst.
Buntes Mosaik der Menschheitsfamilie Der Sohn Gottes habe mit seiner Menschwerdung deutlich gemacht, dass das Heil durch die Liebe geschieht, durch die Achtung vor dieser unserer armen Menschheit, an der wir alle in einer großen Vielfalt der Ethnien, der Sprachen, der Kulturen teilhaben, aber alle als Brüder und Schwestern in der einen Menschheit! Verschiedenheit stelle einen Reichtum dar, der das Mosaik aus Menschen bunter mache. Auch angesichts von Uneinigkeiten bestehe ein unauflösliches Band der elterlichen und göttlichen Liebe und der Kraft unserer Brüderlichkeit Heiliges Land „Es liegt an Israelis und Palästinensern, den Dialog wieder aufzunehmen und einen Weg des Friedens zu beschreiten. Damit möge ein mehr als siebzig Jahre währender Konflikt beendet werden, der das Land zerreißt, das vom Herrn erwählt wurde, um sein von Liebe erfülltes Gesicht zu zeigen.“ Diesen Appell richtete Franziskus in Richtung des konfliktbeladenen Nahen Ostens. Syrien, Jemen, Afrika Auch Syrien gedachte der Papst in seiner Rede mit einem tiefempfundenen Friedenswunsch, und er fuhr fort: „Für den Jemen hege ich die Hoffnung, dass die von der internationalen Gemeinschaft vermittelte Waffenruhe den vielen Kindern und der von Krieg und Hunger erschöpften Bevölkerung endlich Erleichterung bringen kann. Dann denke ich an Afrika, wo Millionen von Menschen Flucht und Vertreibung erleiden und humanitäre Hilfe wie auch Versorgung mit Nahrungsmitteln benötigen.“ Gegen Hunger, für Bildungs- und Gesundheitswesen Das Weihnachtsfest stärke die brüderlichen Bande, die die koreanische Halbinsel verbinden, Venezuela, so Franziskus, möge die Einigkeit wiederzuerlangen. Der Papst betete weiters für Frieden in der Ukraine und in Nicaragua. Ganz allgemein betonte der heilige Vater die Gefahren durch ideologische, kulturelle und wirtschaftliche Kolonisierung. Auch unterstrich Franziskus, dass dem Hunger zu Leibe zu rücken und das Augenmerk auf Bildungs- und Gesundheitswesen zu lenken sei. Er gedachte der Christen, die Weihnachten in einem schwierigen, feindseligen Umfeld feiern. Hier betonte der Papst die Bedeutung des Menschenrechtes der Religionsfreiheit. Der Papst schloss sein Urbi et Orbi mit den Worten: „Das kleine frierende Kind, das wir heute in der Krippe betrachten, möge alle Kinder auf dieser Welt und jeden schwachen, wehrlosen und ausgeschlossenen Menschen beschützen. Ebenso mögen wir alle Frieden und Trost von der Geburt des Erlösers empfangen, und da wir von dem einen himmlischen Vater geliebt sind, uns auch als Brüder und Schwestern erfahren und entsprechend leben!“ (vatican news) Christmette: „Gott nimmt nicht, er gibt" Papst Franziskus: Urbi et Orbi - Wunsch nach Brüderlichkeit. - handwerkernachrichten.com:

Samstag, 22. Dezember 2018

Frohe und gesegnete Weihnachten und Frieden allen Menschen auf der Erde. - handwerkernachrichten.com

 

Weihnachten

Jesus ist Weihnachten
und Weihnachten ist an
jedem Tag in unserem Leben,
denn Jesus ist Hoffnung,
Liebe und Erlösung.
In der heiligen Nacht
feiern wir seine Geburt,
Gott gab uns seinen Sohn
ohne Prunk und Pracht,
in der Krippe schon dem Tod geweiht
für unser ewiges Leben.

Jesus ist Weihnachten
er bringt den Frieden in die Welt -
wir müssen ihn nur annehmen.
Jesus ist Weihnachten
er zeigt uns den Weg zur Lebensfreude -
wir müssen ihn nur gehen.
Jesus ist Weihnachten
er reicht uns die Hand zum ewigen Bund
wir müssen sie nur festalten.

Jesus ist Weihnachten
für alle Menschen,
arme und reiche, mächtige und schwache,
die an ihn glauben, noch zweifeln
oder sich abgewendet haben.
Jesus ist Weihnachten
gestern,heute und in alle Ewigkeit.
Amen.


(jh 2018)





Frohe und gesegnete Weihnachten
und ein glückliches neues Jahr
wunscht Ihnen handwerkernachrichten
und Ihr Jack Hauswald

Donnerstag, 29. November 2018

Neue Handwerkspastorin in Aurich hat ostfriesische Wurzeln.


Neue Handwerkspastorin kommt aus Marx - Hille de Maeyer will wissen, was das Handwerk bewegt.  Hille de Maeyer ist neue Referentin für Kirche und Handwerk in Niedersachsen. Albert Lienemann (l.) und Peter-Ulrich Kromminga haben sie in der Handwerkskammer begrüßt.  Das Handwerk erhält Unterstützung von ganz weit oben: Hille de Maeyer aus der Wedemark ist neue Handwerkspastorin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Sie hat die Nachfolge von Pastor Claus Dreier übernommen, der zum 1. Mai wieder im Kirchenkreis Aurich tätig ist. Auch Hille de Maeyer hat ostfriesische Wurzeln: Die Theologin ist in einem familiengeführten Gasthof in Marx in der Gemeinde Friedeburg aufgewachsen.
Heute lebt die Mutter von drei erwachsenen Töchtern in der Gemeinde Wedemark bei Hannover. In der Region war sie als Krankenhausseelsorgerin in den Kliniken Lehrte und Wahrendorff tätig. Auf ihrer Kennenlerntour durch Niedersachsen führte sie jetzt einer ihrer ersten Besuche in die Handwerkskammer für Ostfriesland. Dort gaben ihr Präsident Albert Lienemann und Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga einen Einblick in die Handwerksstrukturen und das Dienstleistungszentrum.
Im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass es viele Berührungspunkte zwischen Handwerk und Kirche gibt. Nicht umsonst wirbt der Wirtschaftszweig mit dem Slogan „Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht“. Für Hille de Maeyer ist „im Grunde Gott der erste Handwerker. Er machte den Menschen und er baute eine Frau, so die Bibel.“ Ein Augenmerk legten die Gesprächspartner auf die Werte, die im Handwerk vertreten werden. „Im Gegensatz zur Industrie ist ein Mitarbeiter im Betrieb nicht nur eine Nummer“, erläuterte Kromminga. In den meist kleinen familiengeführten Handwerksbetrieben gehe es nicht in erste Linie um Projekte und Profit. Der Mensch stehe im Vordergrund. „Ich weiß, wie die Kinder meiner Leute heißen“, bekräftigte Albert Lienemann von seinem Sanitärbetrieb in Holtrop und verriet, dass ein eingestellter Flüchtling ebenfalls fest integriert sei.
Ein großes gemeinsames Thema von Kirche und Handwerk ist für Hille de Maeyer die Bewahrung der Schöpfung. Das Handwerk steht in Zeiten der Wegwerfgesellschaft für Nachhaltigkeit. „Es produziert keine Massenware, sondern individuelle Werkstücke“, sagte die Theologin. Außerdem seien ohne die vielen Betriebe die Energieziele der Bundesregierung für ein besseres Klima nicht zu stemmen, ergänzte Kromminga. Sei es seitens der Elektriker, die Solar-, Photovoltaik- oder Windanlagen bauen, der Kfz-Mechatroniker, die sich mit dem Thema E-Mobilität befassen, oder der Anlagenmechaniker SHK und Schornsteinfeger, die in Sachen Energieberatung ganz weit vorne sind.
Als Handwerkspastorin wird Hille de Maeyer auf Freisprechungsfeiern und Meisterehrungen die Kirche repräsentieren und Kontakte zu Innungen und Handwerksorganisationen halten. Sie wird die Themen des Handwerks in den kirchlichen Kontext bringen und Handwerksgottesdienste organisieren.

Foto: HWK/W.Feldmann
Handwerkskammer für Ostfriesland
Straße des Handwerks 2
26603 Aurich